40 der wichtigsten Yoga-Wörter und Sanskrit-Begriffe
Wenn du nach der Bedeutung von Sanskrit-Wörtern suchst, interessierst du dich für die indische Kultur oder lernst Yoga. Heute schauen wir uns einige Begriffe an, denen du auf deiner yogischen Reise begegnest.
OM (aum)
Viele alte philosophische Texte betrachten Om als den Klang des Universums, der alle anderen Klänge in sich trägt. Om wird im Sanskrit als Pranava bezeichnet – was „summen“ bedeutet – und gilt als unendlicher oder ewiger Klang. Viele Kulturen und Religionen haben einen sehr ähnlichen Klang als Gebet übernommen, etwa Amen (klingt fast wie AUM) im Christentum.
Yoga (yoh -gha)
Yoga stammt vom Sanskrit-Wort yuj, das „anschirren“ oder „vereinen“ bedeutet. Die Praxis strebt danach, Körper, Geist und Seele sowie persönliches und universelles Bewusstsein zu verbinden.
Asana (ah -sun -ah)
Traditionell bezeichnet Asana die Sitzhaltung für die Meditation und kommt vom Sanskrit-Wort für „Sitz“. Heute meint der Begriff gängigerweise jede physische Hatha-Yoga-Haltung – in Vinyasa, Ashtanga, Restorative, Bikram und anderen Stilen. Asana steht im Sanskrit oft als Suffix hinter dem Namen einer Pose. Obwohl Asana derzeit der bekannteste Aspekt von Yoga ist, umfasst die Tradition weit mehr. Es ist das dritte der acht Glieder des Yoga nach Patanjali.
Ahimsa (ah -himn -sah)
Ahimsa ist ein Sanskrit-Begriff und bedeutet „Gewaltlosigkeit“. Er kommt von der Wurzel himsa („Schmerz verursachen“) und dem Präfix „a“ („nicht“). Im weiteren Sinne meint Ahimsa „vereinigte Liebe und Mitgefühl“. Die Praxis von Ahimsa bedeutet, physischen und psychischen Schmerz an keinem Lebewesen zu verursachen. Ahimsa steht synonym für Vergebung, göttliche Liebe und Hingabe. Kurz gesagt: Gewaltlosigkeit in Gedanken und Handlung, in Körper und Seele.
Dharma (dhar -maa)
Dharma ist ein Schlüsselbegriff in Hinduismus, Buddhismus und Yoga und bezeichnet ein universelles Gesetz oder Prinzip. Menschen folgen diesem Gesetz, um ihr Dharma zu leben. Zusammen mit Artha, Kama und Moksha ist es eines der vier zentralen philosophischen Prinzipien des Hinduismus. Es ist auch ein Gesetz der Rechtschaffenheit und Wahrheit und gibt den Bräuchen, Verhaltensweisen und Ethiken Legitimität, die Leben ermöglichen.
Ananda (aah -nun -dhah)
Ananda bedeutet „Glückseligkeit“ und ist auch der Name eines Schülers Buddhas, dem das beste Gedächtnis für dessen Lehren zugeschrieben wird. Es kann auch mit anderen Wörtern oder Namen verbunden werden, wie beim bekannten Paramahansa Yogananda.
Ashtanga (ush -tung -ah)
Ashtanga Yoga, auch Ashtanga Vinyasa Yoga genannt, ist ein Stil, der im 20. Jahrhundert von Sri K. Pattabhi Jois und T. Krishnamacharya entwickelt wurde. Sie führten ihn auf ein Hatha-Yoga-System aus dem alten Text „Yoga Korunta“ zurück. In diesem Kontext meint Ashtanga Yoga genau diesen Stil: eine dynamische, fließende Praxis, die Körperbewegung mit Atem verbindet. Die Methode betont eine festgelegte Sequenz, die täglich geübt wird. Es gibt sechs Ashtanga-Sequenzen, die Schüler:innen in ihrem eigenen Tempo durchlaufen.
Eine zweite Bedeutung und direkte Übersetzung ist „acht Glieder“. Sie stammt aus den Yoga Sutras von Patanjali und beschreibt einen achtfachen Pfad der Yogapraxis, der zum Zustand von Yoga führt.
Avidya (uh -vidh -yah)
Avidya bedeutet Unwissenheit, Fehlvorstellungen, Missverständnisse und falsches Wissen. Es ist das Gegenteil von Vidya. Der Begriff wird in hinduistischen Texten einschließlich der Upanishaden sowie in anderen indischen Religionen wie Buddhismus und Jainismus häufig verwendet – besonders im Kontext metaphysischer Realität.
In allen dharmischen Systemen steht Avidya für ein grundlegendes Fehlen von Verständnis und eine Fehlwahrnehmung der phänomenalen Welt. Die Details unterscheiden sich jedoch: Im Hinduismus gilt die Leugnung und Fehldeutung von Atman (Seele, Selbst) als Form von Avidya; im Buddhismus die Leugnung und Fehldeutung von An-atman (Nicht-Seele, Nicht-Selbst).
Ayurveda (ayoor -vay -thah)
Ayurveda ist eine alte indische Heiltradition. Der Begriff kommt von den Sanskrit-Wörtern ayur („Leben“ oder „Langlebigkeit“) und veda („Wissen“ oder „Wissenschaft“).
Ayurveda beruht auf zwei Grundprinzipien: Erstens sind Körper und Geist untrennbar verbunden; zweitens hat der Geist die Kraft, den Körper zu heilen. Erst wenn das Selbstgewahrsein wächst, kann der Körper von Krankheit geheilt werden. Yoga und ayurvedische Medizin sind eng verbunden. Beide wurzeln in den Veden. Ayurveda strebt danach, Geist und Körper im Gleichgewicht zu halten, damit der Mensch gesund bleibt.
Bhakti (bhuck -thee)
Der Pfad unerschütterlicher Hingabe an eine Gottheit – „Bhakti“ – soll zu Erlösung oder Nirvana führen. Vom Sanskrit-Stamm bhaj („Gott verehren oder anbeten“) kommt einer der Yoga-Pfade: Bhakti Yoga. Manchmal wird Bhakti auch als „Liebe um der Liebe willen“ beschrieben.
Brahma Nadi (bruk -mah nah -dee)
Die Brahma Nadi ist einer der Kanäle im Körper, durch die Energie fließt. „Brahma“ bedeutet im Sanskrit „göttlich“ oder „heilig“, „nadi“ bedeutet „Kanal“, „Röhre“ oder „Fluss“.
Die drei Hauptnadis entlang der Wirbelsäule in hinduistischer und yogischer Philosophie sind Ida Nadi (linker Kanal), Pingala Nadi (rechter Kanal) und Sushumna Nadi (zentraler Kanal). Die Brahma Nadi ist ein subtiler Kanal innerhalb der Sushumna Nadi. Manchen Traditionen zufolge umschließt die Brahma Nadi die großen Chakras (Zentren intensiver Energie).
Chitta (chih -thah)
Chitta oder Citta bedeutet „Bewusstsein“. Es stammt von der Wurzel cit („wahrnehmen“). Es ist alles, was wahrgenommen wird, und alles, was wahrgenommen werden kann. Bewusstsein ist der Behälter für alles Wahrnehmbare.
Chaturanga (chat-u-ranga)
Chaturanga ist eine Bewegung in der Yogapraxis, bei der der Körper aus der Plank-Position ganz oder halbwegs zum Boden geführt wird – meist als Übergang vom Downward Dog zum Upward Dog.
Dhyana (dheeah -nah)
Dhyana bedeutet „Meditation“. Es stammt von den Wurzeln dhi („Gefäß“ oder „Geist“) und yana („sich bewegen“ oder „gehen“). Eine weitere Wurzel, dhyai, bedeutet „betrachten“.
Dharana (Dhaar -naa)
Es ist das sechste der acht Glieder des Yoga nach Patanjali, wie in den Yoga Sutras beschrieben. Es meint mentale Konzentration. Dharana bedeutet, den Geist auf ein bestimmtes Objekt zu richten – äußerlich (z. B. ein Bild oder eine Gottheit) oder innerlich (z. B. ein Chakra).
Drishti (drish -tee)
Drishti ist eine yogische Technik mit fokussiertem Blick, um die Konzentration zu stärken. Sie kann die Loslösung der Sinne für mehr Selbstwahrnehmung unterstützen und die Aufmerksamkeit in Asanas, yogischem Atmen oder Meditation erhöhen. Drishti bedeutet „Vision“ oder „Augenlicht“ und soll über das dritte Auge Weisheit und Einsicht fördern. Auch wenn es mit Pratyahara (Sinnesrückzug), dem 5. Glied von Patanjalis achtfachem Pfad, verbunden ist, wird Drishti in den Yoga Sutras nicht ausdrücklich erwähnt.
Guru (goo -roo)
„Guru“ wird oft als „Lehrer:in“ oder „Professor:in“ verstanden. In der Yoga-Gemeinschaft ist die Bedeutung jedoch viel weiter. Yogapraktizierende sehen in einem Guru eine hochgeschätzte spirituelle Führungsperson. In vielen Yoga-Traditionen wird die Beziehung zum Guru mit einer spirituellen Verbindung verglichen und als notwendig für die Erleuchtung angesehen.
Japa (Jah -pah)
Bei der alten Praxis des Japa wird ein Mantra oder der Name einer Gottheit laut oder still rezitiert. Das Wort stammt vom Sanskrit jap („leise und innerlich wiederholen“).
Japa Yoga verbindet Yoga und Japa. Regelmäßig geübt, soll Japa Yoga den Geist reinigen, Verfehlungen lösen und schließlich zu Samadhi führen – der Gemeinschaft mit dem Göttlichen.
Jnana (gnyah -nah)
Jnana Yoga ist eine der vier klassischen Yoga-Schulen – neben Bhakti (Hingabe), Karma (Handlung) und Raja (Meditation) –, die jeweils einen Weg zu Moksha (spiritueller Befreiung) und Selbsterkenntnis bieten. Jnana (Sanskrit für „Wissen“ oder „Weisheit“), der konzeptuelle Pfad von Schriftstudium und Selbststudium, gilt als einer der direktesten und anspruchsvollsten Wege spiritueller Entwicklung.
Kosha (koh -shah)
Das Sanskrit-Wort für „Hülle“ oder „Umhüllung“ ist Kosha. Deshalb spricht man auch von den fünf Hüllen. Die Upanishaden beschreiben die Koshas als System von fünf Bewusstseinsebenen – vom physischen Körper bis zum Zentrum des Selbst. Durch die Koshas, die das eigene Sein bilden, hilft Yoga, sich selbst besser zu verstehen und dem wahren Selbst näherzukommen.
Kundalini (koon -dah -lee -nee)
„Kundalini“ bedeutet im Sanskrit „die Aufgerollte“. Der Ausdruck bezieht sich auf die ursprüngliche Energie, die am Fuß der Wirbelsäule „aufgerollt“ ruht. Durch Asanas, kontrolliertes Atmen und Meditation kann die Kundalini erweckt und ihre erleuchtende Energie durch die sieben Energiezentren bis zum letzten Chakra Sahasrara am Scheitel geführt werden.
Mantra (mun -thrah)
Ein Mantra ist ein heiliges Wort, ein Klang oder eine Phrase, die in spirituellen und religiösen Praktiken wie Yoga, Buddhismus und Hinduismus rezitiert wird. Das Wort stammt von manas („Geist“) und tra („Werkzeug“). Mantras gelten daher als „Werkzeuge des Denkens“, um den Geist zu regulieren und zu fokussieren. Mit Hingabe rezitiert, sollen manche Formeln kraftvolle Empfindungen in Körper und Geist erzeugen und tiefe Meditationszustände erleichtern. Früher glaubte man, Mantras hätten spirituelle und psychologische Kräfte. Jedes Mantra hat eine bestimmte Absicht und Bedeutung.
Mandala (muun -dha -lah)
Ein Mandala ist ein oft kreisförmiges geometrisches Design und symbolisiert den Kosmos. Das Sanskrit-Wort wird als „Kreis“ oder „Essenz“ übersetzt. Mandalas dienen in buddhistischen und hinduistischen Ritualen als heilige Symbole. Yogapraktizierende nutzen Mandalas als visuelle Hilfen, um die Konzentration in der Meditation zu unterstützen.
Mudra (mooh -dhrah)
Mudras sind heilige und symbolische Handpositionen in Yoga, Buddhismus, Hinduismus und Jainismus. Die bekanntesten Mudras werden in Yoga und Meditation genutzt, um den Fluss von Prana – der Lebenskraft – zu regulieren. Das Sanskrit-Wort bedeutet „Geste“, „Zeichen“ oder „Siegel“. Es sollen etwa 400 Mudras in vielen religiösen und spirituellen Traditionen anerkannt sein. Neben sakralen und rituellen Gesten finden sie sich auch im indischen Tanz und in der Ikonografie indischer Religionen. Jedes Mudra hat eine eigene Symbolik und soll Körper und Geist unterschiedlich beeinflussen, indem es Energiekanäle öffnet. Neben den bekannten Hand-Mudras (Hasta) nutzt Yoga auch Körper- (Kaya) und Bewusstseins-Mudras (Citta).
Namaste (nuh -muss -thay)
Namaste verbindet die Sanskrit-Wörter nama („Verbeugung“) und te („dir“). Als Standardgruß und Abschied im Hinduismus bedeutet es „Ich verneige mich vor dir“. Auf einer tieferen Ebene steht Namaste dafür, dass eine Seele die Heiligkeit einer anderen anerkennt und respektiert. Yoga-Lehrpersonen sprechen den Gruß oft am Anfang oder Ende einer Klasse. In diesem Kontext erkennt Namaste die spirituelle Einheit an, die Seelen im gemeinsamen Yoga erleben.
Prajna (prugh -nah)
Im Buddhismus ist Prajna das höchste Verständnis der wahren Natur von Gegenwart und Realität. Prajna ist ein Zustand individuellen Bewusstseins, der weltliche Konzepte oder Glaubenssysteme umfasst, die vollkommene Weisheit behindern können; das Sanskrit-Wort kommt von pra („Anfang“ oder „vorzüglich“) und jna („Bewusstsein“ oder „Verstehen“). Erleuchtung gilt als direkte Einsicht in die Wahrheit der Lehren Buddhas. Viele praktizieren Asanas und Meditation als Teil spiritueller Yogapraxis, um nach innen zu schauen und sich Prajna zu nähern.
Prana (prah -nah)
Das Sanskrit-Wort „Prana“ kann im Deutschen vieles bedeuten: „Lebenskraft“, „Energie“ und „vitales Prinzip“. In hinduistischer und yogischer Philosophie meint der Begriff die gesamte manifeste Energie des Universums – in Lebewesen wie in unbelebten Dingen. Yogis möchten oft mehr über Prana erfahren, um ihre Energie zu steigern und zu erweitern und so Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern.
Pranayama (prah -nah -yah -mah)
Pranayama ist eine Sammlung von Techniken, um Prana – vereinigende Energie – zu erfassen und zu lenken. Es ist ein wichtiger Teil von Yoga, oft in die Asana-Praxis integriert oder als Vorbereitung vor der Meditation genutzt. Pranayama stammt von mehreren Sanskrit-Wörtern: Prana (vitale Lebenskraft), Yama (Kontrolle) und Ayama (Erweiterung oder Ausdehnung). Prana wird durch den Atem dargestellt; Pranayama lässt sich als Methode verstehen, die vitale Lebensenergie durch Atemfokus zu erweitern und auszudehnen.
Pratyahara (prut -yah -ha -rah)
Die meisten übersetzen den Sanskrit-Begriff Pratyahara als Rückzug der Sinne. Es ist das fünfte Glied von Patanjalis achtfachem Yogapfad und gilt als entscheidender erster Schritt vor den anspruchsvolleren Formen von Dharana (Konzentration) und Dhyana (Meditation). Das Wort stammt von prati („gegen“ oder „zurückziehen“) und ahara („Nahrung“ oder alles, was wir von außen aufnehmen). Pratyahara kann daher als Kontrolle über äußere Einflüsse oder als Sich-Zurückziehen davon verstanden werden.
Samadhi (sum -ah -thee)
Nach den Yoga Sutras von Patanjali ist Samadhi die achte und letzte Stufe des Yogapfads. Der Begriff kommt von mehreren Sanskrit-Wurzeln, darunter sam („zusammen“ oder „vollständig“), a („hin zu“) und dhe („setzen“). Samadhi wird als „Erleuchtung“, „Befreiung“ oder auch „Glückseligkeit“ übersetzt. In Hinduismus und Buddhismus gilt Samadhi als höchste Stufe aller intellektuellen und spirituellen Bemühungen. Es ist auch Voraussetzung, um aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt herauszutreten. Im Yoga ist es der Punkt, an dem individuelles Bewusstsein mit dem gesamten Bewusstsein verschmilzt. Samadhi hat eine tiefe spirituelle Bedeutung, weil es Selbsterkenntnis umfasst und die engstmögliche Beziehung zum Göttlichen darstellt.
Samskara (sum -skah -rah)
In verschiedenen Schulen der indischen Philosophie sind Samskaras die subtilen mentalen Abdrücke, die alle Gedanken, Absichten und Handlungen hinterlassen, die ein Mensch je erlebt hat. Sie können als emotionale oder psychologische Prägungen verstanden werden, die Verhaltensmuster mitformen. Oft vergleicht man sie mit mentalen Rillen. Es heißt, Samskaras seien die Wurzel aller Impulse, Charakterzüge und angeborenen Neigungen. Sie liegen unterhalb des gewöhnlichen Bewusstseins.
Das Sanskrit-Wort „Samskara“ hat zwei Wurzeln: „sam“ („wohl geplant“ oder „wohl überlegt“) und „kara“ („die unternommene Handlung“). Deshalb gelten bewusste Handlungen als besonders wirksam, weil die Abdrücke, die sie hinterlassen, am leichtesten zu finden und zu wiederholen sind.
Satya (sahth -yah)
Das Sanskrit-Wort Satya bezeichnet eine Tugend, die in vielen indischen Religionen vorkommt. Es bedeutet „Wahrheit“. Im religiösen Kontext meint „Satya“, in Handlungen, Rede und Gedanken aufrichtig und wahrhaftig zu sein. Nach der yogischen Philosophie, wie sie Patanjali in den Yoga Sutras darlegt, ist dies eines der fünf Yamas – Leitlinien für ethisches Verhalten.
Shakti (shuck -thee)
Die hinduistische Göttin Shakti steht für alle Dynamik im Kosmos und in der Schöpfung. Sie wird auch als Universale Mutter oder Große Göttliche Mutter bezeichnet. Yogis, die Tantra Yoga und Meditation üben, kontemplieren die Göttin Shakti, um die Shakti-Energie, Kraft und Kreativität in sich und im Universum zu verstehen und zu öffnen. So können die eigenen Fähigkeiten als Ausdruck des Kosmos statt des Egos gesehen werden.
Sutra (soo -thrah)
In Hinduismus und Buddhismus sind Sutras kurze Verse oder Schriften. Sutra bedeutet im Sanskrit „Notiz“, „heiliger Faden“ oder „Code“. Sutras werden häufig in Meditation und Chanten zitiert. Für viele, die spirituelles Yoga üben, dienen die Sutras als Lebenshandbuch.
Swadhyaya (swahthee -yah -yah)
Im Hinduismus meint das Sanskrit-Wort Svadhyaya das Studium des Selbst. Es stammt von adhyaya („Lektion“, „Lesen“ oder „Vortrag“) und sva („selbst“ oder „eigen“). Es kann auch von der Wurzel dyhai abgeleitet werden, die Kontemplation oder Meditation meint.
Tapa (thah -pah)
Tapas sind spirituelle Übungen, die oft intensive Selbstdisziplin, Rückzug und lange Phasen tiefer Meditation erfordern. Die Wurzel tap bedeutet „heiß sein“. In diesem Sinne wird das Wort mit spiritueller Erleuchtung und dem inneren Feuer verbunden, das dafür nötig ist.
Viveka (vih -vay -kah)
Das Sanskrit-Wort Viveka lässt sich als „Unterscheidung“, „rechtes Verständnis“ oder „unterscheidendes Wissen“ übersetzen. Es ist eine der vier Eigenschaften einer spirituellen Schülerin bzw. eines spirituellen Schülers. Es ist die Fähigkeit, zwischen real und unreal, dauerhaft und vergänglich, Selbst und anderem sowie Vergnügen und Glückseligkeit zu unterscheiden. Die Praxis, Wahrheit und Seele zu erkennen, ist spirituell.
Yama (yah -mah)
Ein Yama ist eine Verantwortung oder Verhaltensweise, die der achtgliedrige Yogapfad als Teil seiner Philosophie empfiehlt. Als erstes „Glied“ des Yoga listet Patanjali in den Yoga Sutras die fünf Yamas. Das Wort „Yama“, ursprünglich „Zügel“ oder „Zaum“, verweist auf die Zurückhaltung der Yamas. Diese Yamas gelten als Handlungen jenseits bloßer Rituale. Sie übersetzen die Verhaltensnormen des Yoga in den Umgang der Yogis mit der Außenwelt. Sie gelten als wertvolle und hochrelevante Ressource, um ein ethisches Leben zu führen.
Yantra (yahn -thrah)
Ein Yantra ist ein mystisches Diagramm, das in indischen Religionen und Philosophien zur Verehrung genutzt wird. Es dient als Meditationshilfe und für angebliche okkulte Wirkungen, die auf tantrischen Texten und hinduistischer Astrologie beruhen. Es ist eine besondere Form des Mandalas – ein religiöses Bild, das den Kosmos symbolisiert. „Yantra“ bedeutet im klassischen Sanskrit „Instrument“, „Apparat“ oder „Vorrichtung“. Die Wurzel yam trägt die Bedeutung „die Essenz eines Objekts oder Konzepts zu tragen“ oder „ein Objekt oder Konzept zu stützen“.
SO HUM (so -hum)
SO HUM ist ein häufig genutztes Mantra mit der sehr einfachen Bedeutung „das bin ich“ oder „ich bin das“. In manchen Traditionen wird es als SA HUM oder sogar HAMSA verwendet. Die Varianten hängen mit der Sanskrit-Sprache (weiblicher und männlicher Ausdruck) und dem Bezug der Lehre zusammen. Mit diesem Mantra verbindest du dich mit deinem innersten Sein und nimmst den gegenwärtigen Moment vollständig an, so wie er ist.
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